Elektrifizierung Hochrheinstrecke

Zug steht im Bahnhof

Die Hochrheinstrecke Basel–Waldshut–Erzingen–Schaffhausen–Singen ist ein wichtiger Teil des Netzes der trinationalen S-Bahn Basel und verbindet Basel mit der Ostschweiz und mit Bayern.

Weichen für die Zukunft stellen

Die Hochrheinstrecke soll auf dem Abschnitt zwischen Basel SBB und Erzingen (Baden) elektrifiziert werden. Heute müssen Passagiere, die mit der S-Bahn von der Schweiz via Deutschland nach Schaffhausen fahren, am Badischen Bahnhof in einen Dieselzug umsteigen. Mit der Elektrifizierung könnten die Züge nach Schaffhausen künftig durchgehend mit Strom fahren – ein Umsteigen wäre nicht mehr nötig. Die Elektrifizierung sowie weitere Infrastruktur-Massnahmen sorgen somit dafür, dass die Hochrheinstrecke vollständig ins Netz der S-Bahn Basel integriert wird. Dieser Ausbau der Strecke erlaubt zudem Angebotsverdichtungen und einen stabileren Fahrplan. Das stärkt den Stellenwert des öffentlichen Verkehrs im grenzüberschreitenden Pendlerverkehr und reduziert die Belastung auf Basels Strassen.

Anfang September wurde die Vereinbarung für das Vorprojekt zur Elektrifizierung der Hochrheinstrecke unterzeichnet. Die Kosten der Umsetzung werden auf rund 160 Millionen Euro geschätzt. Der Schweizer Bund prüft derzeit eine Aufnahme des Projekts in den nächsten Ausbauschritt der Bahninfrastruktur (STEP 2030/35) und damit eine Mitfinanzierung über den Bahninfrastrukturfonds. Das Land Baden-Württemberg strebt wiederum eine Förderung über das deutsche Bundesprogramm gemäss Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz an. Der genaue Kostenschlüssel wird noch ausgehandelt.

Bis 2023 läuft nun die Entwurfs- und Genehmigungsplanung, die der Kanton Basel-Stadt mitfinanziert – die EU fördert die Projektierung mit Subventionen. Nach erfolgreichem Abschluss liegt das Baurecht vor.