Veloverkehr fördern

Zwei Kinder auf dem Velo

Foto: Betty Helfer

Die Förderung des Veloverkehrs steht im Kanton Basel-Stadt seit über 30 Jahren weit oben auf der politischen Agenda und kann viele Erfolge vorweisen. Dazu gehören eine gut ausgebaute Veloinfrastruktur und ein bedeutender Anteil bei der Wahl des Verkehrsmittels: Rund 16% der Wege legt die städtische Bevölkerung mit dem Velo zurück (Quelle: Mikrozensus 2010).

Optimale Velo-Infrastruktur

Damit Basel noch mehr zum Velofahren einlädt wird die Infrastruktur für Velofahrende kontinuierlich verbessert. Ein gut ausgebautes Veloroutennetz und genügend attraktive Veloabstellplätze sind Voraussetzungen für eine hohe Akzeptanz des Velofahrens. Velofahrerinnen und Velofahrer sollen sicher und rasch vorwärtskommen.

  • Als gemeinsame Fuss- und Veloverbindung erlaubt der Stückisteg eine hervorragende Erschliessung des Einkaufszentrums zu Fuss und mit dem Velo. Der Steg wurde mit dem Prix Velo Infrastruktur 2012 von Pro Velo Schweiz ausgezeichnet.
  • Vom verbreiterten Querschnitt des neuen Birskopfstegs profitieren Fuss- und Veloverkehr gleichermassen auf einer attraktiven kantonsübergreifenden Verbindung.
  • Mit der Öffnung von rund 500 der 650 Einbahnstrassen für den Velogegenverkehr werden direkte kurze Wege für Velofahrende ermöglicht.
  • Im Frühjahr 2016 wurde am Rheinufer zwischen St. Johanns-Park und französischer Grenze der Elsässerheinweg für den Fuss- und Veloverkehr eröffnet, der auf der französischen Seite bis zur Dreiländerbrücke in Huningue führt.
  • Vor allem die Anzahl der dezentralen Veloabstellplätze in den Stadtbasler Quartieren konnte in den letzten Jahren deutlich gesteigert werden. Aktuell stehen auf Allmend rund 10‘000 Laufmeter für Veloabstellplätze zur Verfügung, wovon der überwiegende Anteil (ca. 75%) mit Veloständern ausgestattet ist.
  • Der laufende weitere Ausbau der Veloinfrastruktur richtet sich nach dem Teilrichtplan Velo.

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Kommunikation und Service-Angebote

Damit die vorhandene Veloinfrastruktur auch optimal genutzt wird, helfen Kommunikation und Serviceangebote, die Vorteile der Mobilität mit dem Velo besser bekannt zu machen. Sie fördern die Akzeptanz, wecken Freude am Velofahren und sind damit ein wichtiger Baustein in der Veloförderung.

  • Besonders erfolgreich etabliert hat sich die Mobilitätswoche Basel Dreiland, die immer im September während einer Woche zum Mitmachen und Ausprobieren umweltfreundlicher Verkehrsmittel einlädt. Die Mobilitätswoche wird dabei von rund vierzig Partner mit Aktionen und Beiträgen unterstützt.
  • Dank guter Serviceangebote wie dem Basler Velostadtplan (auf Papier und digital) kommen auch Ortsunkundige mit dem Velo direkt ans Ziel.
  • Rund 300 Familien mit kleinen Kindern werden im Rahmen der Aktion „Kistenvelos für Familien“ (2014-2016) ein Cargobike zum Transport ihrer Kinder und Waren im Alltag getestet haben.
  • Die durchgeführten E-Bike-Testwochen für Unternehmen (2012-2014) zeigten Pendlerinnen und Pendlern mit dem E-Bike eine praktische Alternative zum Auto auf dem Arbeitsweg auf. Fast 40 Basler Unternehmen beteiligten sich an der Aktion, womit rund 600 Personen ein E-Bike im praktischen Alltag testen konnten.
  • Die Kommunikation erfolgt in erster Linie über die Dachmarke „Basel unterwegs“ auf einer eigenen Webseite. Dort finden sich laufend Hinweise zu aktuellen Aktionen.

Erst durch das Zusammenspiel von optimaler Infrastruktur, Dienstleistungen und Kommunikation werden die Potenziale der Veloförderung voll entfaltet. Infrastruktur macht sich nur bezahlt, wenn diese auch genutzt wird. Velobezogene Dienstleistungen und Kommunikation tragen dazu bei und dienen somit dem in Wert setzen der Infrastrukturinvestitionen.

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