Bahnanschluss EuroAirport

Nachtaufnahme des Gebäudes am Flughafen

Foto: Juri Weiss

Der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg (EAP) hat als einer der drei Landesflughäfen der Schweiz eine zentrale Bedeutung für Basel und für die trinationale Region. Mit der Weiterentwicklung des Flughafens wurde auch die Strassenzufahrt schrittweise angepasst – eine angemessene Anbindung an den öffentlichen Verkehr fehlt jedoch noch immer.

Anschluss ans Schienennetz ist zentral

Der Anschluss des EuroAirport ans Schienennetz ist für die Erreichbarkeit der Region Basel und des benachbarten Elsass zentral.

Ein Bahnanschluss verbessert die Anbindung aus der Schweiz, aus Frankreich und Südbaden. Er bietet sowohl den Flugpassagieren (2016 waren es über 7.3 Mio.) als auch den Beschäftigten der ansässigen Unternehmen eine effiziente und bequeme Alternative zum Auto und kürzere Reisezeiten als bisher. Der Anschluss ans Schienennetz hat strategische Bedeutung für die langfristige Entwicklung des Flughafens.

Vorprojekt in Arbeit

Ende 2011 hat der französische Schienennetzbetreiber im Auftrag des französischen Staats eine Untersuchung abgeschlossen, bei der es darum ging, Verbesserungen bei der Erreichbarkeit des Flughafens auf dem Landweg vergleichend zu prüfen. Geplant sind:

  • eine neue zweigleisige Schlaufe von rund sechs Kilometern, nördlich des Bahnhofs Saint-Louis von der Stammstrecke Basel-Mulhouse ab, hin zum Flughafen und nördlich des Flughafens wieder an die Stammstrecke;
  • ein Bahnhof direkt am Flughafen-Terminal;
  • in einem ersten Schritt eine Bedienung des Flughafen-Bahnhofs durch den Regionalverkehr; später ist ein Ausbau für Fernverkehr und TGV-Züge denkbar.

Da unterdessen die Fragen zum Arbeitsrecht und insbesondere zum Steuerrecht für Schweizer Unternehmen am Flughafen einvernehmlich geklärt werden konnten, werden zurzeit die Vorprojektstudien (die sogenannten APS – „avant-projet sommaire“) erarbeitet. Deren Ergebnisse dienen dann als Grundlagen für die grenzüberschreitende, formelle Beteiligung der Öffentlichkeit (enquête publique), die 2019 geplant ist.

Finanzierung des Bahnanschlusses

Das Projekt liegt auf französischem Boden. Aufgrund des grossen trinationalen Nutzens ist eine grenzüberschreitende Finanzierung prinzipiell unbestritten.
Der Bund, der auf Schweizer Seite für die Finanzierung der Bahninfrastruktur verantwortlich ist, prüft eine Aufnahme des Projektes in den nächsten Ausbauschritt der Bahninfrastruktur (STEP 2030) sowie eine Mitfinanzierung über den Bahninfrastrukturfonds (BIF). Deshalb begleitet das Bundesamt für Verkehr (BAV) die Planungen zu Infrastruktur und Betrieb gemeinsam mit den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft.


Schon seit längerem haben die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft je einen Beitrag von 10 Mio. CHF in Aussicht gestellt. Des Weiteren dürften sich der französische Staat, der Flughafen selber, weitere französische Gebietskörperschaften sowie das Land Baden-Württemberg an der Finanzierung beteiligen.

Weitere Informationen zum Bahnanschluss unter: www.eapbyrail.org

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