Fussgängerstreifen

Wer hat Vortritt, Fussgänger oder das Tram?

Auf einem Fussgängerstreifen haben Fussgänger gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern Vortritt – ausser gegenüber dem Tram. Das Tram hat also im Bereich von Fussgängerstreifen Vortritt gegenüber querenden Fussgängern.

Warum gibt es kaum Fussgängerstreifen in Tempo 30-Zonen?

Die Bundesverordnung über Tempo 30-Zonen und Begegnungszonen legt fest, dass in Tempo 30-Zonen grundsätzlich keine Fussgängerstreifen zulässig sind. Einzig, wenn besondere Vor-trittsbedürfnisse für Fussgänger dies erfordern, wie bei Schulen und Heimen oder auf stark frequentierten Schulwegen, dürfen Fussgängerstreifen angebracht werden.

Sofern sich kein Fussgängerstreifen in 50 Meter Entfernung befindet, können Fussgänger in Tempo 30-Zonen die Strasse dort überqueren, wo sie sich am sichersten fühlen und wo die Sichtverhältnisse am besten sind. Allerdings haben sie keinen Vortritt gegenüber Fahrzeugen.

Wie werden Fussgängerstreifen geplant?

Ohne abweichende örtliche Regelung geniesst der fliessende Verkehr gegenüber querenden Fussgängern den Vortritt. Die Markierung eines Fussgängerstreifens verändert die Vortrittslage, ohne aber physische Sicherheit zu schaffen. Damit Fussgängerstreifen ihren Zweck erfüllen und zur Sicherheit der Fussgänger beitragen, ist zwingend eine rechtsverbindliche Weisung der Bundesbehörde zu beachten. Fehlen die Voraussetzungen (zum Beispiel Mindestfrequenzen für Fussgänger und Fahrzeuge oder minimal erforderliche Sichtweiten) für das Anbringen eines Fussgängerstreifens, ist der Sicherheit der Fussgänger mehr gedient, wenn sie in Kenntnis ihres fehlenden Vortrittsrechts die Fahrbahn mit der nötigen Vorsicht überqueren.